Saubere Wiesen, saubere Gewässer: Warum wir bei der TrashHunter™ App mitmachen!
Hallo liebe Vereinsmitglieder und Angelfreunde,

manchmal braucht es nur einen ganz kleinen, alltäglichen Moment, um ein großes Umdenken anzustoßen. Bei Tony Schmidt, dem Entwickler der TrashHunter™ App, war es ein einfaches Bonbonpapier, das seiner kleinen Tochter hinfiel. Beim Aufheben kam ihm der Gedanke:
„Mensch, wenn jeder von uns jeden Tag nur ein kleines bisschen Müll mitnimmt, wäre hochgerechnet schon unfassbar viel geschafft!“
Aus diesem Gedanken heraus wurde schließlich die App geboren.
Genau dieses Prinzip – im Kleinen anfangen, um Großes zu bewirken – leben wir im Verein schon lange. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an eine private Aktion von mir: Ich war damals als Vorbild vorangegangen und hatte freiwillig auf einem Spielplatz und der angrenzenden Wiese Müll gesammelt.
Das erschreckende Ergebnis nach nur einem ganz kurzen Stück? Ein halber Müllsack voll Unrat! Von unzähligen Süßigkeitenverpackungen über alte Lappen und Kleiderbügel bis hin zu einem verwaisten „Zu verschenken“-Schild war alles dabei. Diese Aktion liegt zwar schon ein Weilchen zurück, aber das Thema ist heute aktueller denn je.
Wie es zur Kooperation kam: Ein Blick hinter die Kulissen
Viele von euch fragen sich vielleicht, wie der Jenaer Anglerverein e.V. und Tony Schmidt eigentlich zusammengefunden haben. Die Geschichte dahinter ist herrlich unkompliziert: Tony schrieb mich in einer unserer Facebook-Gruppen, in der ich als Admin tätig bin, an und fragte, ob ich einen Beitrag über seine neue TrashHunter™ App teilen könnte.
Ich war sofort neugierig, wir kamen ins Schreiben – und in meinem Kopf ratterte es. Ich musste sofort an den heftigen Arbeitseinsatz der Angler Union Jena im Dezember 2024 an der Roda denken.
Der Auslöser: Das Roda-Desaster in Zahlen
| Strecke | Zeitaufwand | Müllmenge |
| 1,5 Kilometer | 4 Stunden | 4 Kubikmeter Müll |
Was wir dort alles aus dem Wasser und dem Uferdickicht gezogen haben:
- Töpfe & Pfannen
- Plastikstühle
- Einkaufswagen
- Sogar ein kompletter E-Roller!
Bilder Arbeitseinsatz Roda 2024 von Jens Schaller
Da kam mir die Idee: Genau so ein Tool brauchen wir! Wenn wir die App nutzen, wissen wir in Zukunft sofort, wo es an unseren Gewässern zu akuten Müllplätzen kommt.
Arbeitseinsätze optimieren und unsere Mitwelt schützen
Der Hauptgrund für unsere Partnerschaft ist also ganz praktischer Natur: Wir wollen unsere Arbeitseinsätze, die wir ja auch zusammen mit der Angler Union planen, optimieren. Statt nur starr nach Plan zu laufen, können wir dank der App-Meldungen zukünftig auch mal spontan anrücken, wenn es irgendwo brennt.
Denn eines will ich ganz klar sagen: Ich möchte so ein Desaster wie an der Roda nicht noch einmal erleben müssen. Wir haben so eine wunderschöne Umwelt – oder besser gesagt: Mitwelt! Wenn Unrat einfach rücksichtslos am Gewässer liegenbleibt und das nächste Hochwasser kommt, wird der ganze Dreck unaufhaltsam in unsere Flüsse gespült. Für das sensible Ökosystem ist das eine absolute Katastrophe!
Unsere Philosophie: Verantwortung sichtbar machen
Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft, in der der Mensch ebenso im Mittelpunkt steht wie die Natur. Ein Kernstück unserer Vereinsphilosophie ist es, diese Verantwortung für unsere Umwelt nicht mehr nur im Verborgenen zu tragen, sondern sie endlich sichtbar zu machen.
In unserer Philosophie heißt es glasklar:
Wir übernehmen Verantwortung für Natur, Gewässer und Fischbestände. Wir reden nicht nur über Umweltschutz, wir handeln danach!
Die TrashHunter™ App ist dabei unser digitales Werkzeug – aber die Power kommt von uns. Eine App allein sammelt schließlich keinen Müll, sie schwingt keine Harken und sie hebt keine schweren Gegenstände aus dem Schlamm. Der Motor für ein sauberes Jena bleibt die Manpower und die Freizeit unserer Mitglieder!
Macht alle mit: Jedes Foto zählt!
💡 Wichtig zu wissen: Niemand muss den Müll direkt selbst aufsammeln! Schon das bloße Fotografieren und Eintragen in der App hilft ungemein, damit die Stellen erfasst und von uns gezielt beseitigt werden können.
Ein ganz herzliches und dickes Dankeschön geht noch einmal an alle fleißigen Helfer, die sich niemals zu schade sind, für den Naturschutz in den Schlamm zu steigen. Bei uns lebt der Verein vom Austausch – Erfahrung trifft auf Neugier, und generationsübergreifend stehen wir füreinander und für die Natur ein.
Ladet euch die App aufs Handy, haltet am Wasser und in der Stadt die Augen offen und lasst uns unsere Mitwelt gemeinsam sauber halten!

Petri Heil und bleibt sauber,
Eure Sabine
Schriftführerin, Jenaer Anglerverein e.V.





